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bunt statt blau 2017
©DAK Pressedienst: bunt statt blau 2017

Prävention bei Suchtberatungsstellen

Die Suchtberatung erbringt gesundheitliche Beratung für Menschen, "die an einer Sucht oder an einer psychischen Krankheit oder an einer Behinderung leiden, von ihr bedroht oder dadurch gefährdet sind, sowie deren Angehörige [...]." (ÖGD Verordnung 1998).

Präventive Aufgaben der Suchtberatung

Die Suchtberatung hat somit den Auftrag der Prävention für besondere Risikogruppen und vor allem für Menschen, bei denen bereits ein Risikoverhalten besteht.

In Jena ist die Suchtberatung aufgegliedert in eine höherschwellige Beratungs- und Behandlungsstelle (Suchthilfe in Thüringen) und ein niederschwelliges Kontaktcafé (Hilfe zur Selbsthilfe). Seit 01.01.2017 ist an den höherschwelligen Bereich auch explizit ein gesonderter Präventionsauftrag vergeben.

Angebote für Multiplikatoren

Der Präventionsauftrag an die Beratungsstelle der Suchthilfe in Thüringen beinhaltet vorrangig die Schulung von Multiplikatoren. Dabei werden Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter, aber auch Mitarbeiter beispielsweise aus der Pflege oder großen Betrieben zum Thema Abhängigkeitserkrankungen und geeigneten Präventionsmethoden fachlich fundiert informiert. Diese Multiplikatoren erhalten anwendungsbereites Wissen und Methoden. So können sie in ihrem eigenen Tätigkeitsfeld damit immer wieder aktiv werden und erhalten  Unterstützung in ihrem eigenen Arbeitsauftrag.

Durch die Arbeit mit Multiplikatoren können nicht nur viel mehr Menschen präventiv erreicht werden, die fortlaufende Anwendung der Multiplikatoren im Alltag erreicht erst den gewünschten nachhaltigen Schutz, der durch punktuelle Einzelmaßnahmen nicht gegeben ist.

Zu näheren Informationen zu den Schulungen gelangen Sie über die Links in der folgenden Tabelle auf der Webseite des Büro Impuls. Der Kontakt für die Schulungen erfolgt über die Beratungsstelle der SiT in Jena.

Angebote

Kontakt

Beratungsstelle der SiT

Problemberatung

Die Beratungsstellen beraten Multiplikatoren auch zu bestimmten Risikogruppen und bei konkreten Problemen. Beispielweise welche geeigneten Maßnahmen Schulen ergreifen können, wenn Schüler in der Schule Suchtmittel konsumieren oder Suchtmittel (insbesondere illegale) bei sich haben. Oft gibt es auch Fragen, wie man den Verdacht auf ein Suchtproblem ansprechen kann oder welche Anzeichen es für Abhängigkeitsprobleme gibt.

Kontakt

Kurse

Im Rahmen der indizierten Prävention - also für Personen, bei denen bereits ein riskanter Suchtmittelkonsum vorliegt - werden verschiedene Kurse angeboten. In Einzel- und Gruppengesprächen nähern sich die Teilnehmer dem kritischen Hinterfragen ihres eigenen Konsums an.

Die Kurse werden oft als Gerichtsauflage genutzt, sind aber auch für beispielsweise Schulen eine gute und wirksame Alternative zu anderen üblichen disziplinarischen Maßnahmen.

Angebot

  • STK - Sozialer Trainingskurs für Jugendliche mit Substanzkonsum
  • FreD - Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten
  • Realize it - Beratung bei Cannabiskonsum

Kontakt

Beratungsstelle der SiT

Unterstützung universeller Präventionangebote

Eine Mitwirkung bei der Durchführung ausgewählter universeller Suchtpräventionsangebote ist möglich. Um die Nachhaltigkeit zu sichern findet im Vorfeld mit der Schule / Einrichtung ein Gespräch statt, in dem geklärt wird, wie vor Ort der Umgang mit Suchtmitteln und deren Konsum geregelt ist, welche präventiven Angebote bereits stattgefunden haben und wie die thematische Vor- und Nachbereitung gestaltet werden kann.

Eine Suchtpräventionsveranstaltung macht nur dann Sinn, wenn Sucht und Lebenskompetenzen immer wieder thematisiert werden.

Ansprechpartner

Beratungsstelle der SiT